
Unsere neueste Veröffentlichung widmet sich den beeindruckenden Momenten in Spiel und Leben des ägyptischen Liverpool Spielers Mohamed S a l a h. Es handelt sich um eine Anspielung an den alt-ägyptischen Haus- und Dorf-Heiligen B E S. Das alles im Spiegel einer Ägypten-infizierten Mainzer ZDF-Truppe, die auch noch beeindruckt bleibt von einem längst abgetretenen Trainer.
S a l a h wird in den Dörfern des Niltals gefeiert wie ein Volksheld in der Tradition der alten Heiligen. Wir widmen uns Szenen im Dorf, im und in der Nähe von S a l ah s Geburtsort. Unsere Satire gilt aber auch einem Einzelphänomen im Starwesen des Weltfußballs, als setze es Zeichen einer akuten Form der Zivilisation, geprägt von Körper und Finanzen, dem Eros unserer Zeit. Immer aber bleiben wir am „Ball“ des beeindruckenden Lebensspiels, das der ägyptische „Fußball-King“ Mohamed S a l a h zu Hause, in seinem Dorf und im englischen Anfield liefert. Wir überlassen es dem Leser, wie das Spiel enden könnte, jetzt, da ein blonder Deutscher Engel zu einem neuen Kampf auf Anfield Eintritt fand.
Jetzt aber müssen wir, dem satirischen Spiel widersprechen und zur Ehrenrettung dieses Mannes eingreifen. Es widerspricht meiner freundlichen Befindlichkeit gegenüber Liverpool und S a l a h, dass ihm jetzt ganz aktuell die Schlinge um den Hals gelegt wird. Die Kapitaleigner des Vereins, die englische Presse, ein eingeschüchterter Coach mit züngelnden Stimmen fallen sie ihm - gewollt und ungewollt - in den Rücken. Wir hatten geweihsagt, dass dieser Fall notwendig eintreten werde. Doch hatten wir gehofft, dass Anfield, es gibt auch hier noch Fans und Helden, die die Kehle öffnen, uns vor subtil rassistischem Schleim der tödlichen Salbung bewahren werde. Der, dessen heißeste Bewegungen an Körper und Instinkt uns zum Anruf alt-ägyptischer Heiligen ermutigte, er, selbst ein Gottesgeschenk an Kraft und Mut, dessen buchstäbliche Bedeutung als Einzel-Charakter und Quelle von unsäglichen Solidarerfahrungen auf Tribüne und Feld, dem alles in Frieden freundlich versprochen war, er wird jetzt von alten Kurvenhockern, Losern und Zweiflern der Disgrace der Selbstsucht bezichtigt. Hatte er etwa keinen berechtigten Grund, als er nach deutlicher Verbannung auf die Bank und Parität in Nottingham die Öffentlichkeit suchte und sich beklagte, man habe ihn unter „den Bus geworfen“ (thrown under the bus!“. Man ist ganz verblüfft, da wirkt doch der uralte Trick aus der Antike weiter. Sie haben nichts in der Hand und fürchten sich vor der gesalbten Brust des Gladiators. Da sabbern sie laut von der moralischen Armut („poverty of morals“) wie zeitgemäß!
gs