
Von Ghost zu Geist – Von Geist zu Ghost.
(from the communist manifesto to the east is red)
Es geht ein Gespenst um in Europa, das rennt durch die Welt von China bis zum Iran, der Osten erwacht gegen die geistlose Zeit im Westen, der alle Momente der Aufklärung aufgegeben hat und stattdessen den permanenten Krieg gegen den Globalen Süden führt. Der erste, der diese neue Wende, erspürt hat, war Michel Foucault in seinen Reportagen über die Iranische Revolution von 1978/9. Zu groß war der politische Gegenwind unter den französischen Intellektuellen (Glucksmann, Levy u.a.), als dass Foucault die hier entwickelten Gedanken wirklich hätte weiterverfolgen können. Zu rudimentär aber waren natürlich auch noch die nur vage umrissenen Themen zu „Ideen, der Revolution in geistloser Zeit“.
Es wäre Zuviel verlangt, in Zeiten des Kriegs, der gegenwärtig von Israel und den USA gegen den Iran geführt wird, diese ausgedienten Texte gewissermaßen als Legende einer Theorie zeitgenössischer Erhebungen im Empire neu einführen zu wollen. Allerdings Foucaults Texte sind im Iran intensiv gelesen worden und liefern so durchaus einen Beitrag zum historischen Selbstverständnis des ‚Nachrevolutionären‘ Iran. Deshalb unterziehe ich mich der Mühe, sie hier – wenn auch verkürzt – zu erläutern.
GS